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„Das wichtigste auf der Welt, deinen Selbstwert,
kannst du dir nur selbst geben…“
– G. Kropp.

Es gibt nicht viele Dinge, die wichtiger für das eigene Wohlbefinden sind als ein starkes Selbstwertgefühl.

Das Selbstwertgefühl beschreibt die Meinung, die dein Selbst/dein Gehirn/dein Ego von sich selbst hat: Ob du denkst, dass du glücklich sein kannst oder nicht, hängt zu großen Teilen von deinem Selbstwertgefühl ab – es bestimmt, wie sehr du dich selbst und dein im ganzen Leben schätzt.

Und für dich als Individuum gibt es kaum etwas Wichtigeres, als dich selbst und dein Leben zu schätzen. Davon hängt alles ab, das Glück deiner Familie & deiner Freunde, wie erfolgreich dein Leben wird und ob du stolz auf dein Leben zurückblickst, wenn es einmal zu Ende geht… Es bestimmt, wie du mit deiner Umgebung interagierst, und ob diese Interaktion größtenteils positiv oder negativ geprägt sind.

Halte dich an diese drei „Regeln“ & du wirst dein Selbstwertgefühl stärken…

Eins vorweg: Das sind keine schnellen Lösungen, die dein Selbstwertgefühl wie auf Knopfdruck stärken. Aber ich gerantiere dir, dass sie helfen werden – auch wenn es nicht von Jetzt auf Gleich passiert.

Es lohnt sich durchzuhalten und nicht beim kleinsten Widerstand aufzugeben, denn die positiven Veränderungen in deiner Einstellung und deinem Selbstwertgefühl können ein Leben lang bestehen bleiben und dein Leben nachhaltig verbessern.

1. Lerne dich selbst kennen

Wer bist du? Was motiviert dich? Was macht dich traurig? Warum wirst du von einer Sache angetrieben, aber von einer anderen nicht? Warum fühlst du dich in einer Situation verärgert und etwas anderes geht dir komplett am Arsch vorbei? Was sind deine Werte und Überzeugungen? Wie sind sie entstanden?

Diese Selbstbeobachtung wird am Anfang mühsam sein, aber sobald du es dir zur Gewohnheit gemacht hast, deine Emotionen, zu hinterfragen und zu bewerten, wirst du nach & nach ein Muster erkennen. Dieses Muster lässt sich mit einer Landkarte zur Quelle aller negativen Emotionen vergleichen.

Sobald du die Quelle gefunden hast, vernichte sie und habe dabei keine Gnade. Sie hat kein Recht, dich zu Fall zu bringen und dein Leben härter zu machen als es sein muss.

Es ist wichtig, hart zu den kleinen Monstern (die Stimme in deinem Kopf die dir sagt: Das schaffst du nicht) zu sein, die dich klein halten wollen,… noch wichtiger ist es jedoch, dass du gütig mit dir selbst bist. Sprich nie herablassend mit dir oder beschimpfe dich selbst.

In meinem Blogpost „27 Dinge, die dein Selbstwertgefühl stärken“​ kannst du bei 5. Töte deine negativen Gedanken ein kleines Gedankenexperiment finden, dass zeigt wie toxisch die Stimme im Kopf sein kann. Es ist wichtig diesen toxischen Einfluss zu erkennen und es durch etwas Positives zu ersetzen.

Hinterfrage deine Gedanken, bis du dich selbst von innen und außen kennst; bis du verstehst, was du fühlst und vor allem warum du es fühlst. Dann wiederhole es noch einmal, bis du wirklich verstanden hast, was und warum du es tust. Sei ehrlich mit dir selbst!

  • Fragst du nicht nach der Gehaltserhöhung, die dir zusteht, weil du denkst das du sie nicht verdienst oder weil du dich nicht traust zu fragen?
  • Sprichst du deinen gutaussehenden Gegenüber in der Bahn nicht an, weil du nicht stören willst oder weil du Angst davor hast zurückgewiesen zu werden?
  • Du hast einen schlauen Gedanken, teilst ihn aber nicht, weil du denkst das es vielleicht doch nicht so schlau ist und du dich nicht blamieren willst? Warum?

Du wirst pro Tag hunderte Situationen erleben, wo du dein Verhalten hinterfragen kannst und dich garantiert anders verhalten hättest, wenn du ein starkes Selbstwertgefühl hättest. Eine gute Frage, die du dir in diesen Situationen stellen kannst, ist…

Wieso habe ich mich so verhalten und wie hätte ich mich verhalten, wenn ich keine Angst gehabt hätte…

Es ist empfehlenswert so zu Handeln, wie sich dein selbstbewusstes Ich verhalten hätte – klar, es dauert eine Weile, um das eigene Verhalten, die eigenen Gedanken zu ändern.

Besonders wenn du diese schon seit Jahren mit dir herumschleppst. Doch es ist nicht unmöglich. Diese Veränderung ist nicht nur essentiell für die (höhere) Qualität deines Lebens, sondern auch für das Leben deines Umfeldes.

2. Du bist die Nummer 1, sei egoistisch

Ich weiß, dass es sich kontraintuitiv zu allem anhört, was dir beigebracht wurde, wenn es darum geht ein guter Mensch zu sein.

Egoismus ist böse!

Hört sich bekannt an, oder?

Ich verspreche dir jedoch eines: Wenn du dein Selbstwertgefühl stärken und es auch für den Rest deines Lebens behalten willst, dann solltest du egoistisch sein. Denn nur wenn es dir selbst gut geht, kannst du dafür sorgen, dass es auch anderen gut geht.

Dazu ein Beispiel:

Jeder der schonmal geflogen ist, kennt den Hinweis vor jedem Flug. Im Falle eines Druckabfalls fallen Sauerstoffmasken von der Decke und du wirst angewiesen deine Maske anzuziehen, bevor du anderen dabei hilfst ihre anzuziehen.

Aus gutem Grund: Wenn du dir nicht erst selbst hilfst, bist du nicht in der Lage anderen zu helfen.

Es ist die selbe Situation, wenn du deine Großeltern gerne finanziell unterstützen würdest, weil die Rente zu niedrig ist. Du selbst musst aber jeden Euro selber dreimal umdrehen und kannst kaum helfen.

Wäre es dann nicht besser, sich erstmal egoistisch darauf zu konzentrieren mehr zu verdienen und dann – nachdem du genug für dich selbst hast – deine Großeltern zu unterstützen? Du hast mehr, sie haben mehr, allen geht es besser dank deines Egoismus.

Sobald du dich an die erste Stelle setzt, erkennst du schnell, dass du es wert bist. Was auch immer „es“ sein mag.

Hat dich zum Beispiel jemand darum gebeten seine Katze für ein Wochenende zu babysitten, du kannst Katzen aber nicht leiden, dann sollte die Antwort auf diese Bitte ein deutliches Nein sein.

Viele Menschen bürden sich Pflichten und Verantwortungen auf, weil sie sich selbst einen niedrigen Wert beimessen. Du bist nicht auf dieser Welt, um dich selbst zu foltern und Zeit mit Dingen zu verschwenden, die dir missfallen.

Hast du keine Lust etwas zu machen, solltest du es nicht machen. So einfach es klingt, so schwer kann es manchmal sein. Es erfordert Mut Nein zu sagen, jedoch wird es dein Leben glücklicher und schöner machen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass du dich von nun an wie ein absolutes Arschloch verhalten sollst…

Könnten Sie mir mal die Milch reichen, junger Mann?
– Nein, holen Sie sich Ihre Milch doch selber!

Sich egoistisch zu verhalten und ein guter Mensch zu sein, schließt sich bei weitem nicht aus, siehe Beispiel Atemmasken. Viel eher bedeutet es, dass du abwägen solltest, ob eine Aktion sich positiv auf dein Leben auswirkt oder nicht.

Wenn du dem Katzensitten zustimmst, weil du deinem Freund helfen oder glücklich sehen willst, obwohl du eine Aversion gegen die Vierbeiner hast, ist das eine Sache.

Hilfst du jedoch nur, weil du denkst, dass eine Person dich nur dann leiden kann oder du nicht den Mut hast Nein zu sagen, entsteht ein Problem…

Deswegen solltest du erst an dich selbst denken und tue das, was dich am ehesten glücklich macht, ohne jemand anderen zu verletzen.

Lass dich von niemandem als egoistisch bezeichnen – dein Umfeld kann nicht erwarten, dass du dich und dein Glück für sie aufopferst.

Wenn man dich darum bittet, etwas zu tun, was du nicht willst, bedeutet das krass gesagt, dass sie mehr wert sind als du. In deiner und ihrer Gedankenwelt.

Das kann ja garnicht gut für dein Selbstwertgefühl sein. Menschen, mit einem starken Selbstwertgefühl, kümmern sich zuerst um sich selbst.

Nachdem sie mit der eigenen Situation zufrieden sind, fangen sie damit an, sich umzuschauen und schauen, wo sie helfen können. Glückliche Menschen geben gerne, deswegen sollte die Größe eines menschlichen Wesens nicht unterschätzt werden – wir sind von Natur aus gut, du bist von Natur aus gut.

Du kannst aber nur Gutes tun, wenn es dir selber gut geht.

3. Akzeptiere keine unverdienten Schuldzuweisungen

Eines der schlimmsten Dinge, die du für dein Selbstwertgefühl tun kannst, ist grundlos Schuld zu akzeptieren. Wer sein Selbstwertgefühl stärken will, muss lernen diese Art der emotionalen Manipulation zu erkennen.

Nehmen wir eines der Beispiele von oben. Angenommen, du hast deinem Freund mitgeteilt, dass du nicht auf ihre Katze aufpassen willst, weil ihre Katze dich kratzt, in deine Luftschächte pinkelt und wie eine Mülltonne riecht. Du hasst es, willst es einfach nicht machen und hast zu der Bitte Nein gesagt.

Oft reicht ein deutliches Nein, manche Bittsteller lassen jedoch nicht locker.

Lass nicht zu, dass dir Schuldgefühle eingeredet werden, weil du etwas nicht tun willst. Sei es das Katzensitten, eine sexuelle Gefälligkeit oder eine andere Beanspruchung deiner Zeit.

Ich dachte, dass ich mich auf dich verlassen kann… Ich dachte, du liebst mich… Du bist die einzige Person, die mir helfen kann…

Wenn du so etwas auf dem Mund eines Menschen hörst, sollten bei dir die Alarmglocken angehen. Das ist emotionale Manipulation der obersten Güteklasse und bedeutet übersetzt so viel wie: Mach das oder ich mag dich nicht mehr…

Von solchen Menschen solltest du Abstand nehmen, denn sie werden nie dein Bestes wollen. Für jemanden da zu sein darf nicht bedeuten, sich selbst leiden zu lassen. Kenne deine Prinzipien, finde heraus was du willst & auch was du nicht willst.

Dann handle danach und lerne Nein zu sagen, wenn etwas gegen deine Prinzipien geht. Sonst wirst du dein ganzes Leben lang ein Fußabtreter bleiben.

Fazit. Wenn du dein Selbstwertgefühl stärken willst…

… musst du ehrlich mit dir selbst sein, einen gesunden Egoismus entwicklen und lernen Nein zu sagen.

Wie am Anfang erwähnt, das Selbstwertgefühl beschreibt die Meinung, die dein Selbst/dein Gehirn/dein Ego von sich selbst hat.

Wer sich selbst, seine Prinzipien und seine Zeit nicht respektiert wird Probleme damit haben Selbstbewusst aufzutreten. Deswegen solltest du sicherstellen, dass dies zu jeder Zeit der Fall ist. Auch – oder gerade – wenn es am Anfang schwierig ist und Mut erfordert.

Halte dich an diese drei „Regeln“ und dein Selbstwertgefühl wird es dir danken. Garantiert.

Über den Autor

Dan „21theseus“ Heller ist Blogger, Marketer & Müsli-Enthusiast. Er schreibt auf seinem Blog GedankenHabitat über die Themen Selbstbewusstsein & zeigt dir, wie du ein glücklicheres Leben leben kannst.